Samstag, 13. Juni 2015

Caspar David Friedrich Kalender am 13. Juni: Der Krieger an Huttens Grab ist tot

Caspar David Friedrich: Huttens Grab. Um 1823/24.
Öl auf Leinwand, 93 x 73 cm, Weimar, Staatliche Kunstsammlung
Am 13. Juni 1862 starb August Milarch in Schönbeck. In dem Gemälde Huttens Grab setzte Caspar David Friedrich dem Held der Befreiungskriege und späteren Pastor im mecklenburgischen Schönbeck ein Denkmal. Für das Bild hatte der Maler Milarch mittels einer Camera obscura gezeichnet. Von Milarch gibt es auch eine Fotografie aus dem Jahr 1859.

Caspar David Friedrich: „Studie zu ,Huttens Grab‘, um 1824“.
Pinsel in Schwarz und Grau, 27,8 x 11,0 cm, Privatbesitz
August Milarch, 1859
Mehr zur Geschichte von Huttens Grab in Caspar David Friedrichs verborgene Landschaften. Die Neubrandenburger Kontexte, Kapitel 2 "Die Denkmale für Boll" S. 155 

Caspar David Friedrich Kalender am 12. Juni: Da fährt er hin

Doppelstockzug trägt seit dem 12. Juni 2015 den Namen Caspar David Friedrich

http://www.greifswald.de/pressemitteilungen/mitteilung-lesen/article/doppelstockzug-traegt-kuenftig-den-namen-caspar-david-friedrich.html 

Donnerstag, 11. Juni 2015

Caspar David Friedrich Kalender am 11. Juni: Das britische Pendant

John Constable: Salisbury Cathedral from the Bishop's Grounds,
1823 © Victoria and Albert Museum London

John Constable Strand bei Brighton Öl auf Papier
© Victoria and Albert Museum London
Am 11. Juni 1776 wurde der Maler John Constable geboren, der in der europäischen Romantik als das britische Pendant zu Caspar David Friedrich gilt. Hier zwei Beispiele aus den Werken der beiden Maler.

Caspar David Friedrich: Gartenlaube. 1818,
Öl auf Leinwand, 30 x 22 cm, München, Neue Pinakothek

Caspar David Friedrich: Der Mönch am Meer. Um 1809,
Öl auf Leinwand, 110 x 171,5 cm, Berlin Nationalgalerie

Mittwoch, 10. Juni 2015

Caspar David Friedrich Kalender am 10. Juni: Der dritte Romantiker

Caspar David Friedrich: Pfeifenraucher. 10. Juni 1802,
Feder, 11,8 x 10,2 cm, Köln, Wallraf-Richartz-Museum
Caspar David Friedrich zeichnet am 10. Juni 1802 in Neubrandenburg seinen Freund Friedrich August von Klinkowström, der neben Friedrich und Philipp Otto Runge als der dritte pommersche Romantiker bezeichnet wird. Klinkowström, der auf dem Schloss Ludwigsburg bei Greifswald zu Hause war, hatte gerade seinen Militärdienst quittiert und wollte sich nun ganz der Malerei widmen. Im Sommer war er zwei Monate mit Friedrich auf Wanderschaft, bis beide Maler Mitte Juli 1802 in Dresden ankamen.

Mehr zur Geschichte dieser Zeichnung in Caspar David Friedrichs verborgene Landschaften. Die Neubrandenburger Kontexte, Kapitel 2 "Die Denkmale für Boll" S. 110 ff. 

Friedrich August von Klinkowström,
Gemälde von Philipp Otto Runge, 1808

Dienstag, 9. Juni 2015

Caspar David Friedrich Kalender am 9. Juni: Philipp Otto Runges junger Freund

Caspar David Friedrich: Junger Mann an einem Baumstumpf lehnend.
9. Juni 1802, Feder, 10,2 x 11,8 cm, Köln, Wallraf-Richartz-Museum
Caspar David Friedrich fertigte diese Zeichnung am 9. Juni 1802 an. Der Maler hielt sich, von der Insel Rügen kommend, an diesem Tag anlässlich der Hochzeit seines Verwandten, Freundes und eines seiner wichtigsten Bildmotive Franz Christian Boll (1776-1818) in Neubrandenburg auf. Der Pastor heiratete am 10. Juni Friedricke Brückner, die Tochter des hiesigen Kreisphysikus Adolf Brückner, in der Marienkirche der Stadt. Boll war seit 4. April 1802 dritter Prediger und Seelsorger an St. Marien und St. Johannis.

Das Bild zeigt den 13-jährigen Gustav Brückner, Bruder der Braut. Der frühreife und hochbegabte Sohn des Kreisphysikus erlangte die Aufmerksamkeit im Kreise der Erwachsenen. Er zeichnete, dichtete und interessierte sich für die Naturwissenschaften. Boll war der Hauslehrer des Knaben gewesen. Der Maler Philipp Otto Runge hatte ein schwärmerisches Verhältnis zum jungen Gustav Brückner, wie ein Brief vom 9. Juli 1808 zeigt:

Ich fühle mich zu jedem menschlichen Herzen, welches, wie das deine, in dem Moment steht, wo es sich von etwas noch unbekanntem angeregt fühlt, innigst hingezogen. Gott hat es in des Menschen Willen gestellt, zu wählen Tod oder Leben, zu ergreifen das Sichtbare oder das Unsichtbare, es sei in Beziehung auf unser geistiges oder leibliches Auge [...] Schreibe mir bald, ich nehme an allem Theil, was du thust, und hoffe, daß du dich wie ein rechter Mann durch alles durchschlagen wirst.
Gustav Brückner wurde 1813 Leibarzt des Mecklenburger Großherzogs in Ludwigslust.

Mehr zur Geschichte dieser Zeichnung in Caspar David Friedrichs verborgene Landschaften. Die Neubrandenburger Kontexte, Kapitel 2 "Die Denkmale für Boll" S. 110 ff.

Montag, 8. Juni 2015

Caspar David Friedrich Kalender am 8. Juni: Der Franzosenhasser

Caspar David Friedrich: Chasseur im Walde. 1814,
Öl auf Leinwand, 65,7 x 46,7 cm, Privatbesitz
Die Korrespondenz von Caspar David Friedrichs Brüdern am 8. Juni 1809. Heinrich Friedrich in Greifswald schreibt an an Christian Friedrich in Paris:

Guter Bruder, 
Daß Du, wie ich hoffe gesund und munter in Paris angekommen bis, freut mich. Caspar hat mir seine Äußerung über Deine Reise nach Frankreich geschriben und ietzt hab'ich auch mündlich mit ihm darüber gesprochen und ich glaube es ist wirklich Schonung für ihn wenn Du ihm nicht schreibst, so schwer es ihm auch wohl geworden ist auf diese Art von seinem Bruder sich verschonen zu lassen ...

Caspar David Friedrich hatte seinem Bruder Christian geraten, ihm nicht aus Frankreich zu schreiben. Er sah mit seinem tief sitzenden Franzosenhass die Reise nach Frankreich in der Zeit der Napoleonischen Besetzung Europas bereits als Verrat an. Dies kommt in einigen Bildmotiven zum Ausdruck. In der Zeit der Befreiungskriege entstand das Gemälde Der Chasseur im Walde.

Mehr zum Thema in Caspar David Friedrichs verborgene Landschaften. Die Neubrandenburger Kontexte, Kapitel 4, "Das kleine Meer, der Fischer und die Mönche", 335

Sonntag, 7. Juni 2015

Caspar David Friedrich Kalender am 7. Juni: Vor der Hochzeit

Caspar David Friedrich: Kopf- und Figurenstudien. 6., 7., 8., Juni 1802,
Feder laviert, 19,3 x 13 cm, New York, Privatbesitz
Caspar David Friedrich zeichnete am 7. Juni 1802 in Neubrandenburg einige Kopf- und Figurenstudien. Er hielt sich zur Hochzeit des Pastors Franz Christian Boll mit Friedrike Brückner auf, die am 10. Juni 1802 in der Marienkirche stattfand. Im Vergleich zu den melancholischen Szenen aus dem Mannheimer Skizzenbuch vom Oktober 1801 zeigt sich Friedrich hier beim Erfassen der familiären Situationskomik in einem seltenen Augenblick von seiner witzigen Seite. Die Figurenstudien beobachten offenbar Boll und die Brückner-Schwestern Friederike und Heinrike bei der Begutachtung von Kleid und Frisur der Braut.

Mehr zum Thema in Caspar David Friedrichs verborgene Landschaften. Die Neubrandenburger Kontexte, Kapitel 2, "Denkmale für Boll", S. 109

Caspar David Friedrich Kalender am 6. Juni: Brand im Glaspalast

Caspar David Friedrich: Winterlandschaft mit der Ruine
des Klosters Eldena (Der Winter), 1810, Öl auf Leinwand, 73 x 106 cm. Besitzer:
Bayerische Staatsgemäldesammlungen in München
Am 6. Juni 1931 im Münchner Glaspalast wurden durch einen Brand über 3.000 Gemälde der am 1. Juni eröffneten Münchener Kunstausstellung 1931 im Glaspalast unwiederbringlich zerstört. Von Caspar David Friedrich gingen verloren: Winterlandschaft mit Ruine des Klosters Eldena (1810), Riesengebirgslandschaft, Dame am Meeresstrand (um 1830), Hafen von Greifswald nach Sonnenuntergang (um 1810), Die Augustusbrücke in Dresden, Abendstunde (1818), Herbstlandschaft, Abend am Ostseestrand, Am Dominikanerkloster in Pirna,